Haus Next

Miniserie Stressbewältigung – Vol. 1

Willkommen zu unserer Miniserie Stressbewältigung. Besonders zwischen Weihnachten und Neujahr wird es nochmal hektisch und gleichzeitig steht das neue Jahr bevor – mit großen Zielen, hohen Erwartungen und großer Hoffnung.

 

Gerade hörten wir noch „stille Nacht, heilige Nacht“, doch in kürzester Zeit sind die wohligen und entschleunigten Feiertage auch schon wieder vorbei. Gerade hatte man noch die Weihnachtseinkäufe erledigt, dann kam wieder alles zum Stillstand, Lockdown 2.0, das Fest wurde im kleinen Kreis vorbereitet und zelebriert…und dann dauert es in der Regel nicht lange, bis der Alltag und ein neues Jahr auch schon wieder vor der Türe stehen: 

Eine seitenlange To-Do Liste, daheim stapelt sich das Geschirr und die Wäschekörbe quellen über, man rennt von Termin zu Termin, irgendwo muss noch Zeit für Sport sein, eigentlich sollte man sich aber für die kommende Prüfung oder kommende Meetings vorbereiten und am allerbesten sollte man ja eigentlich noch eine Bewerbung fürs Praktikum in ein paar Monaten fertig machen und bestenfalls doch wirklich heute noch abschicken oder auch die ein oder andere Extrameile auf der Arbeit gehen. Und ich, als Next Gen? Sind da nicht noch ganz andere To-Do’s, Erwartungen und Verantwortung neben dem ganzen anderen Kram noch on top?

Unsere Omas und Opas schütteln immer wieder den Kopf über den oftmals so stressigen und überfüllten Alltag der heutigen Generation – So viel, so schnell, so hohe Anforderungen und Erwartungen. Puh – damals war alles, nicht unbedingt besser, aber entspannter, entschleunigter, so, wie es uns das Weihnachtsfest und die Zeit davor manchmal vor machen: Besinnung.

Manchmal würde man einfach gerne auf Pause drücken, alles stoppen und durchatmen. Gerade die Next Gen weiß was es heißt, wenn das Familienunternehmen nie aufhört und die Gedanken rund um die Arbeit schwer auszuschalten sind. Und dann, wir erinnern uns, kam da ja dieses Jahr noch etwas dazwischen – Covid-19. Die Corona Pandemie hatte uns alle unweigerlich in eine Pause geschickt. Nach dem Lockdown, ein fast schon wieder freier und erfüllter Sommer und jetzt doch schon wieder zurück zum nicht planbaren, “we shall see what tomorrow holds”, lifestyle. Ade Pläne, ade nächster Urlaub, ade Berechenbarkeit und hallo flexibility. 

To-Do Listen, die zu voll sind, um abgearbeitet werden zu können, Haushaltspflichten denen man nicht nachkommt, volle Terminkalender, hohe Erwartungen an sich selbst, die Unberechenbarkeit der momentanen Coronapandemie, das alles sind Stressoren. Kommen zu den Stressoren noch stressverstärkende Gedanken hinzu, dann steigen Blutdruck und Cortisolspiegel: Stress ist entstanden.

“Stress ist eine Aktivierungsreaktion des gesamten Organismus mit seiner aktuellen Belastbarkeit, seinen Erfahrungen, seinen Motiven und Denkmustern und Stressoren, also auf alles was individuell Anforderung, als Bedrohung oder als Schaden bewertet wird.” (Wagner-Link, 2009, S.8)

Wie man mit Stress besser umgehen kann und wir als Next Gen entspannter und gelassener den Stressoren entgegenwirken können soll diese Miniserie aufbereiten. 

Stressbewältigungstool –  “Dankbarkeit”

“Dankbarkeit“ ist eine der deutlichsten Anzeichen für eine psychische Gesundheit. Wer an seiner Dankbarkeit arbeitet und sie zur inneren Einstellung entwickelt, lebt nicht nur glücklicher, ist weniger depressiv und gestresst, sondern auch körperlich gesünder.

Dieses Stressbewältigungstool hilft, einen langfristigen Perspektivenwechsel herbeizuführen und somit präventiv das allgemeine Stresslevel zu reduzieren. „Dankbarkeit“ hilft, die guten Momente/Dinge eines Tages bewusster Wahrzunehmen und den Fokus darauf zu lenken. Der Ursprung dieser Idee stammt aus der positiven Psychologie. Dabei wurde in mehreren Studien (Emmons,  Seligman, McCullogh) festgestellt, dass eine verankerte „Dankbarkeit“ unsere Gesundheit, Wohlbefinden und Resilienz stärken kann. Darüber hinaus lässt sich eine dankbare Einstellung tatsächlich wie ein Muskel trainieren. 

Ein Tool dafür, um Dankbarkeit zu trainieren, ist ein „Dankbarkeitsjournal“:

Wie? Wann? 

  • z.B. jeden Abend/ oder einmal die Woche 5-10 Dinge aufschreiben, für die man dankbar ist (an diesem Tag war)

Warum?

  • Lenkt dein Bewusstsein auf die schönen Dinge 
  • Es kann dein Stresslevel senken (senkt beispielsweise deinen Blutdruck) 
  • Es zeigt dir, was dir wirklich wichtig ist
  • Es lässt dich besser und zufriedener einschlafen
  • Es schärft dein Bewusstsein für positive Dinge während des ganzen Tages
  • Dankbarkeit = effektives Gegenmittel für negative Gefühle 

Probiere es doch mal aus, vielleicht hilft es dir ja langfristig, z.B. deine nächste Prüfungsphase oder andere herausfordernde, stressfördernde Situationen und Momente besser zu durchzustehen. 

See you next time – bis dahin immer schön dankbar sein 🙂 

Geschrieben von Maya Bernhard, Autorin bei Haus Next Insights

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